Kritische Betrachtung: Lohnt sich die Anschaffung einer neuen SSD-Festplatte?

Waren SSDs bis vor einigen Jahren noch ein Spielzeug für Spezialisten, so sind sie heute bereits weitestgehend Alltag in Ultrabooks und anderen mobilen Geräten. Allerdings ist ihr Einsatz noch nicht in jedem Fall sinnvoll oder praktisch!

SSD Vorteile

Der Preis

Viele neue Computer werden bis heute mit HDDs, also mit klassischen Festplatten angeboten. Der Hauptgrund hierfür ist sicherlich, dass HDDs deutlich günstiger sind und die Computerhersteller so mit riesigen Speichern werben können ohne die Preise ihrer Computer anheben zu müssen.

Wer also darauf hofft, riesige Datenmengen auf den modernen Flash-Speichern ablegen zu können, dem sei Aufgrund der immer noch horrenden Preise für große Modelle eher zu einer klassischen Festplatte geraten.

Weitere Tests in der SSD Bestenliste.

Schnellschreiber

Wem es hingegen um die Verwendung in einem Notebook oder als zweit Festplatte in einem Heimrechner geht, dem bieten moderne SSDs einige Vorteile.

Aktuelle SSDs haben beispielsweise sehr geringe Zugriffszeiten und können zudem auch große Datenmengen schneller lesen und schreiben als eine HDD. Programme öffnen sich so deutlich flotter und die Bedienung des Computers wird angenehmer. Auch beim Start des Computers vergeht häufig nur noch ein Bruchteil der mit einer HDD benötigten Zeit.

Die Voraussetzungen damit eine SSD ihre Stärken ausspielen kann müssen allerdings stimmen. So benötigt man einen neueren Computer, welcher idealerweise mit Windows 8 oder Windows 10 läuft. Ein Dual Core Prozessor, welcher in der Lage ist mit der SSD schrittzuhalten, ist ebenfalls empfehlenswert. Sonst ist es möglich, dass nicht die Festplatte sondern der Prozessor den Flaschenhals bildet.

Ältere Geräte mit einem einfachen Prozessor und einem früheren Windows profitieren zwar zumeist auch von einer SSD, jedoch nicht im selben Maße wie ein neueres Gerät, da die Hardware-Unterstützung häufig mangelhaft ist und die Festplatte so ausgebremst wird.

Mobiler Einsatz

Häufig hört man von SSDs in Zusammenhang mit Notebooks oder den kleineren Netbooks.
Gerade hier haben die Flash-Speicher einige große Vorteile!

Der Stromverbrauch beispielsweise ist geringer als bei ihren mechanischen Vorgängern. Gleichzeitig sind sie gegen Belastungen wie Stöße weniger Anfällig, da in ihrem Inneren keine Bewegten Teile mehr zu finden sind.

Für wen ist ein SSD wirklich sinvoll?

Gerade in mobilen Geräten wie Notebooks überwiegen die Stärken der neuen Technik deutlich. Robustheit und Energieeffizienz zählen hier mehr als das Volumen des Speichers.

Oftmals werden qualitative Modelle wie die Samsung 850 EVO (Testbericht hier) eingebaut.

Doch auch Nutzer eines stationären PCs profitieren von der gesteigerten Arbeitsgeschwindigkeit. Hier sollte die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, die SSD als zweite Festplatte zur Ergänzung einer bereits vorhandenen Platte zu nutzen. Auf diese Weise lassen sich große Datenmengen günstig auf der HDD lagern und die neue Festplatte dient nur als „Turbo“ für das Betriebssystem. Nutzer älterer Geräte sollten sich allerdings dringend vor dem Kauf informieren, ob ihre vorhandene Hard- und Software eine SSD unterstützt und ob ein Umstieg wirklich relevante Vorteile bietet.

Eine günstigere Alternative zu den SSDs sind sogenannte Hybrid-Festplatten, welche im Grunde aus einer HDD mit einem kleinen Flash-Speicher bestehen und so eine ähnlich schnelle Übertragung bei günstigerem Preis bieten. In Sachen Stromverbrauch und Robustheit sind sie allerdings vergleichbar mit herkömmlichen Festplatten.

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